Erklärung zur Plattenspieler und Tonabnehmerjustage

Das Abspielen von einer Schallplatten-Aufzeichnung ist ein mechanischer Prozeß von Beginn an.

Verschiedene mechanische Änderungen und Ausrichtungen sollten deshalb gemacht
werden, um die beste mögliche Schallplattenreproduction zu bekommen.
Diese Änderungen sind im Zusammenhang zu sehen.

Zu den modernen digitalen Formaten verglichen, sieht die analoge LP-Aufzeichnung, mit
ihrem Signal in eine schwarze Vinylscheibe graviert, vielleicht auf erstem flüchtigem Blick arm aus.
Aber vergessen Sie nicht, daß die LP es immer noch ist, die das Meiste und ausführlichstes Signal enthalten kann, das große Dynamik und das verfeinerte Detail bereitstellt, die breiteste Häufigkeit sich vereinigt über das ganze Spektrum, welches kein anderes Format liefern kann, einfach, weil der originale LP in Natur analog ist.
Oder, um präziser zu sein: Die Natur analog.


Waagerechte Aufstellung des Plattenspielers

Die Aufstellung des Plattenspielers, bzw. Plattenspielerchassis

Sie ist von der äußerster Wichtigkeit, um den Plattenspieler mit Arm und Tonabnehmer korrekt einzustellen.
Setzen Sie den Plattenspieler auf einem stabielen Untergrund, in ein Hifi-Reck oder auf eine besondere Konstruktion, die an Wand befestigt wird. Hierbei ist natürlich auch auf die Wagerechte Ausrichtung des Ganzen zu achten. Weiterhin sollte die Oberfläche eben sein und sorgen sie für einen sicheren Stand des Plattenspielers..

Dies ist ein Vorteil für das richtige Funktionieren der Symbiose Plattenspieler-Tonarm-Tonabnehmer.
Bei einem Subchassis-Plattenspieler, Thorens TD160, Linn LP12, a.o, sollten Sie nun das Subchassis so einstellen, das der Teller eine Chassisfreiheit von etwa 4 mm hat und sich auch in der Waage befindet. Zur Überprüfung des Ganzen eignen sich am besten Libellenwaagen.
Zu guter letzt überprüfen sie das Ausschwingverhalten des Subchassis in dem sie dieses komplett herunterdrücken und dann wieder loslassen. Das Subchassis darf nicht anfangen zu taumeln. Das bedeutet, daß der Plattenteller nicht schaukeln oder wackeln sollte. Wenn er dies macht, müssen Sie die Einstellungen am Subchassis nochmals leicht ändern.
Die Einstellung geht am besten, in dem sie den Plattenspieler, nachdem der Boden entfernt wurde, auf zwei kleine Tischen oder Kisten, oder in ein Gestell setzen (welche selbstverständlich auch in der Waage stehen sollten) und dann die Federn von unten einstellen.

Senkrechter Stand des Abtastdiamenten in der Plattenrille / verfolgender Winkel (Voreinstellung)

Dazu sollte man überprüfen, ob der Tonarm und damit der Tonabnehmer von der Oberseite parallel ist zur aufliegenden LP.
Die meisten Hersteller der Tonabnehmer tragen Sorge, die Diamantspitze und den Nadelträger auf so eine Weise zu montieren, das der Diamant im verfolgenden Winkel (also von der Seite betrachtet) bei der Parallelität Platte und Tonarm senkrecht in der Rille steht. Dies ist dann bei einem VTA-Winkel von 20° gegeben.
Die letzte Änderung vom VTA wird später gemacht werden, nachdem Sie das Azimut eingestellt haben, und downforce und Vorurteil sind genau gesetzt worden.

Azimuth-Einstellung des Tonabnehmers

Überprüfen Sie jetzt den von der Front gesehenen Tonabnehmer.
Es sollte zur Plattenrille senkrecht zu dieser stehen. Dies können sie leicht mit einem kleinen Spiegel überprüfen (Thorens lieferte diesen übrigens serienmäßig mit aus). Die Lienen des Tonabnehmers sollten sich im Spiegel ohne Knick fortsetzen.
Wenn Sie eine billige Ersatznadel benutzen, sollten sie Zusetzlich den korekten senkrechten Sitz der Nadel zur Plattenrille mittels einer 25-fach Lupe überprüfen.

Üperprüfen des Spurwinkelfehlers

Während des Schneidevorgangs der Lackfolie (von der die Matrize gemacht wird), fährt der Schneidsticchel im rechten Winkel zur Plattenrille von außen zum inneren der Platte. D.h. Der Schneidstichel fährt latteral von außen nach innen.
Diese Bewegung kann von einem tangentialen Tonearm imitiert werden. Die meisten Tonarme sind nicht tangential sondern Drehtonarme. D.h. Tonabnehmer bewegt sich auf einer Kreisbahn.

Das Ergebnis ist, das während des Abspielvorgangs, das sich der Spur-Winkel sich zur Plattenrille verändert. Der Diamant Tonabnehmers ahmt also den ursprünglich vom Schneidstichel gemachten Pfad nicht vollständig nach.

Das Benutzen eines Drehtonarmes ergibt praktisch einen verfolgenden Fehler (Spurwinkelfehler), der in einen Zeitunterschied zwischen den Signalen der Linke resultiert, bei jedem Beispiel und direkt messbar, in einige Millisekunden Zeitunterschied zwischen den Kanälen.
Deshalb ist es notwendig, den Tonabnehmer in so eine Weise auf Arm zu montieren, daß Spurwinkelfehler zu einem absoluten Minimum behalten wird.

Die Ausrichtung Tonabnehmers und Arms muss in Übereinstimmung mit den technischen genauen Angabe gegeben vom Hersteller des Tonarm am Arm gemacht werden: Länge, wirksame Länge, Überhang und Offsetwinkel, (Winkel von Headshell in Verhältnis zum Arm). Diese Daten machen es möglich, die korrekte Position des Armes auf dem Faufwerk zu bestimmen, falls Sie einer Motoreinheit einen Arm hinzufügen.
Der Überhang ist die Entfernung zwischen Nadelspitze und Zentrum des Plattentellerlagers. Dies kann gesehen werden, wenn der TA über die Spindel gesetzt wird, wenn der Arm dieses erlaubt. Die effektive Länge ist die Entfernung zwischen Drehpunkt des Arm und dem Diamanten.

Viel Forschung ist gemacht worden, und in vielen Artikeln ist geschrieben worden, wie der seitliche Winkel zum Maximum zu minimieren ist. Sie entscheiden sich vielleicht für sich, wenn Sie die geringste Verzerrung in den inneren Furchen wollen, also nah dem Aufkleber, die aber die meisten Verzerrung im allgemeinen liefert oder den TA auf so eine Weise angleicht, daß null Verzerrung bei Entfernungen von 63 mm und 120 mm erreicht wird. Sie können sich einem Winkelmesser zeichnen. Genauere Einstelungen erreichen sie aber, die Verzerrungen betreffend, wenn sie sich nach den Nulldurchgängen der Tonarmhersteller richten.
Eine Reihe von Angaben finden sie hier:
Http://www.aaanalog.de/forum/dateien/AAA_Tonarm_Daten.pdf

Weiterhin ist es auch relevant, ob sie überwiegend Singles, Lps oder Audiophile Pressungen (weiter in den Innenbereich geschnitten) hören.

Bei der Einstellung nach IEC setzen Sie den TA, von der Mitte aus gemessen, mit dem Diamanten genau bei 120.9 mm auf die Schablone. Der Körper des TA sollte zu dieser Linie parallel sein. Nun setzen sie den TA bei 66.04 mm ab, der Diamant muss wiederum genau auf den Punkt gesetzt werden, wo sich die Linien kreuzen. Um dieses zu machen, werden sie den Plattenteller ein wenig von Hand drehen müssen. Auch an diesem Punkt sollte der TA-Körper wieder parallel zur Linie sein, wenn der Diamant über die Stelle gesetzt wird.
Sie müssen den Arm und den TA auf so eine Weise einstellen, das bei beiden Schnittstellen parallel zu der Schnittlinie ist.
Nur so stellen sie sicher, dass die Konfiguration genau ist.
Hierzu ist es hilfreich eine dünne Bleistiftmine an das Tonabnehmergehäuse zu befestigen.

Die oben erwähnte Schablone ermöglicht Ihnen, den Fehler des Seitlichen verfolgenden Winkels bei jeder Position des Armes zu überprüfen. Sie können beim kleinen Kreis beginnen. Kümmern Sie sich darum, daß die Front der Patrone zur Linie parallel ist, markierte 0°. Danach können Sie an verschiedene Punkte überprüfen und das sehen, was der Fehler ist,: + oder - einer oder mehr Grade. Sie können diese Zeichnung ausdrucken, in dem sie sie so vergrößern, dass die Entfernung zwischen Ein und B ist 15 cm.

Sollte die Geometrie des Tonarms nicht optimal sein, kann es in bestimmten Fällen notwendig sein, den TA in dem Headshell ein kleines zu verdrehen.
Dieses meint, daß Sie den seitlichen verfolgenden Winkel verändern und möglicherweise die Geometrie des Armes so optimieren. --- Dies kann aber nur gemacht werden, wenn das Headshell Schlitze hat.

Es somit möglich den Spurwinkelfehler eines Tonarms zu optimieren.

Wenn das Headshell keine Schlitze hat, können Sie sich diese machen oder wenn Sie sie nicht geschickt sind, kann man sich ein Headshell mit Langlöchern besorgen.


__________________
Thorens TD 520 - Dynavector DV 505 - DV 23 RS - Denon DL 103 / TD 126 MK IV - Elac 796 HSP - TMC 63 / TD 524 - Elac 896 H24 / TD 124 / TD 126 MK III - SME 3009 III - Elac 796 H30 / Luxman PD 300 - Mikro Seiki CF-1 - Elac 796 H30
Telefunken M 15/20 - Tandberg TD 20 A HS 2Sp + LS 4SP / 10XD



23.03.2005, 00:20
Jürgen Heiliger
Unwissender


Dabei seit: November 2003
Geschlecht:
Herkunft: Rheinbach
Beiträge: 1192

Auflagegewicht

Nun stellen sie das Auflagegewicht entsprechend des Herstellerangaben ein.
Dazu ist erst einmal nötig den Tonarm auszubalancieren, d.h. in den Schwebezustand zu bringen. Dies geschieht meist durch Verdrehen oder verschieben des Gegengewichtes. Anstrebenswert ist es auch hier, dass der Tonarm parallel zur Platte „schwebt".
Nun wird die Auflagekraft entsprechend der Hinweise von Tonabnehmerhersteller eingestellt. Ratsam ist es sich im oberen drittel der Herstellerempfehlung zu bewegen.
Benutzen Sie nie eine Auflagekraft die zu gering ist, sie ist schädlicher wie eine gering zu hoch eingestellte Auflagekraft.
Genauer wird die Einstellung der Auflagekraft per Waage.
Weiterhin können sie die Auflagekraft mit einer dementsprechenden Messplatte durchführen. Es gehört einiges an Erfahrung, dee optimale Auflagekraft zu finden.
Die Auflagekraftangabe mit den von den Herstellern angegebenen Werten ist in der Regel ein Annäherungswert.

Notiz: Wenn Sie keinen vom Hersteller des TAs angebotenen originalen Diamanten benutzen, können Sie sich nicht auf die genauen Angabe des TA verlassen. Billigere Ersatznadeln (hier können die Schliffe nicht korrekt sein o.ä.) Lassen sich nicht klanglich nit den Orginalen vergleichen. Diese ändern die Ausführung des TA, Fügsamkeit und das Verfolgen der Plattenrille und die Fähigkeit Auflösung und Dynamik in der Musikwiedergabe.
In diesem Fall müssen Sie die beste Auflagekraft selber finden.

Antiskatingkrafteinstellung

Dazu sollte man auch nun etwas weiter ausholen.
Was ist eigentlich die Skatingkraft und wodurch wird sie beeinflusst. Durch die Bewegung des Plattentellers und der Rillenmodulation der Platte und der Preisbahn auf der sich ein Drehtonarm sich befindet entsteht eine Kraft die den Tonarm in Richtung Plattentellermitte zieht, die man Skatingkraft nennt. Mit der Antiskatingkraft wirkt man dieser entgegen.
Man liest vielfach, man nehme die Antiskatingkraft gleich der Auflagekraft, und stelle sie entsprechend, ob man nass oder trocken seine Platten abspielt, ein. Und überprüfe diesen Wert bei einer Messschallplatte, die ein entsprechendes Messfeld besitzt.

Dies kann so nicht stehen bleiben.

Denn diese Prüffelder haben keinerlei Rillenmodulation, d.h. sie haben eine völlig glatte Oberfläche und befinden sich je nach Hersteller der Platte an unterschiedlichen Stellen auf der Platte.
Weiterhin ist die Skatingkraft eine Kraft die sich kontunuierlich verändert, dem Entsprechend kann die Antiskating nur angenähert werden. Auch zu berücksichtigen ist das für die Skatingkraft noch zwei weitere entscheidende Faktoren eine große Rolle spielen. 1. Die Rillenmodulation, 2. die Stellung des Tonarms auf der Platte und 3. (gering) der Nadelschliff des Tonabnehmers.

Als gute Möglichkeit habe ich für mich heraus gefunden die Antiskatingkraft mit dem Prüffeld der Tiefenabtastfähigkeit ein zu stellen. Als Frequenz wird hier meist 300 Hz genommen und das Signal wird mit immer größerer Auslenkung (Pegel) in die Rille geschnitten. Bei "falsch" eingestellter Antiskating werden die Verzerrungen nie gleichzeitig hörbar, immer zuerst nur auf einem Kanal. Der andere Kanal verzerrt erst bei der nächsten oder übernächsten Pegelstufe. Über den Kopfhörer abgehört erkennnt (hört) man sehr schnell auf welchem Kanal die Verzerrungen eher anfangen. Nun also die Antiskating solange verändert bis die Verzerrungen auf beiden Kanälen gleich schnell anfangen.
Mit dieser Methode hat man zumindestens alle Faktoren berücksichtigt die sich während des Abspielens nicht mehr verändern. Wenn sich nun dieses Prüffeld noch im Bereich des Nulldurchgangs des Tonarms befindet hat man zumindestens auch die Sicherheit, das die Antiskatingkraft entsprechend des Spurwinkelfehlers sich verhält.

Erst ein mit der richtigen Auflagekraft und Antiskatingkraft eingestellter Tonabnehmer wird einem sauberen Stereo Bild und geringsten Verzerrung belohnen.


Nochmalige Überprüfung des VTA-Winkels des Tonabnemers.

Nachdem die Auflagekraft und die Antiskating sorgfältig gesetzt worden sind, sollte der VTA nochmals überprüft werden.
Es gibt einige Hersteller, die einen genauen VTA von 20 Grad garantieren, als große Ausnahme gilt die Shure V 15 Baureihe, die einen VTA von 15 ° besitzt.
Aber was versteht man eigentlich unter dem VTA.
Es ist damit der Winkel des Nadellagers zur Tonabnehmergehäuse-Oberseite gemeint, und nicht der Winkel des Nadeleinschubs zur Plattenoberfläche. Diese kann von Tonabnehmerhersteller gewollt anders sein.
Entscheident ist der Senkrechte Sitz des Diamanten zur Plattenoberfläche im abgesenktem Zustand.
Notiz: Es kann ein nicht korekter Sitz des Diamanten damit nicht ausgeglichen werden, bzw. es ist nicht sinnvoll.

Trotzdem ist es sehr wichtig, den korrekten VTA zu setzen, wenn Sie einen ausgeglichenen Klang mit feinzeichnenden Höhen, Detailreichtum und Präzision erreichen wollen.
Ein Herunterlassen oder Erhöhen des Arms beim Drehpunkt wird zu einem „Einrasten" des Klangbildes führen.
Besonders bei scharfen Schliffen, wie z.B. v.d. Hul oder Microridge ist der korrekte VTA besonders wichtig.
Auch bedenken sie, das zwischen einer billigen Pressung und einer Audiophilen Pressung bis zu 1,5 mm Dickenunterschied sind, und somit sich der VTA sich auch wieder verändert.

WÄHLEN SIE DEN VTA MIT DEM SIE ALLE PLATTEN ABHÖHREN ALS MITTELWEG


morgen geht's weiter

viel Spaß beim Lesen

Gruß
Jürgen

 

 

 

Erklärung zur Plattenspieler und Tonabnehmerjustage

Das Abspielen von einer Schallplatten-Aufzeichnung ist ein mechanischer Prozeß von Beginn an.

Verschiedene mechanische Änderungen und Ausrichtungen sollten deshalb gemacht
werden, um die beste mögliche Schallplattenreproduction zu bekommen.
Diese Änderungen sind im Zusammenhang zu sehen.

Zu den modernen digitalen Formaten verglichen, sieht die analoge LP-Aufzeichnung, mit
ihrem Signal in eine schwarze Vinylscheibe graviert, vielleicht auf erstem flüchtigem Blick arm aus.
Aber vergessen Sie nicht, daß die LP es immer noch ist, die das Meiste und ausführlichstes Signal enthalten kann, das große Dynamik und das verfeinerte Detail bereitstellt, die breiteste Häufigkeit sich vereinigt über das ganze Spektrum, welches kein anderes Format liefern kann, einfach, weil der originale LP in Natur analog ist.
Oder, um präziser zu sein: Die Natur analog.


Waagerechte Aufstellung des Plattenspielers

Die Aufstellung des Plattenspielers, bzw. Plattenspielerchassis

Sie ist von der äußerster Wichtigkeit, um den Plattenspieler mit Arm und Tonabnehmer korrekt einzustellen.
Setzen Sie den Plattenspieler auf einem stabielen Untergrund, in ein Hifi-Reck oder auf eine besondere Konstruktion, die an Wand befestigt wird. Hierbei ist natürlich auch auf die Wagerechte Ausrichtung des Ganzen zu achten. Weiterhin sollte die Oberfläche eben sein und sorgen sie für einen sicheren Stand des Plattenspielers..

Dies ist ein Vorteil für das richtige Funktionieren der Symbiose Plattenspieler-Tonarm-Tonabnehmer.
Bei einem Subchassis-Plattenspieler, Thorens TD160, Linn LP12, a.o, sollten Sie nun das Subchassis so einstellen, das der Teller eine Chassisfreiheit von etwa 4 mm hat und sich auch in der Waage befindet. Zur Überprüfung des Ganzen eignen sich am besten Libellenwaagen.
Zu guter letzt überprüfen sie das Ausschwingverhalten des Subchassis in dem sie dieses komplett herunterdrücken und dann wieder loslassen. Das Subchassis darf nicht anfangen zu taumeln. Das bedeutet, daß der Plattenteller nicht schaukeln oder wackeln sollte. Wenn er dies macht, müssen Sie die Einstellungen am Subchassis nochmals leicht ändern.
Die Einstellung geht am besten, in dem sie den Plattenspieler, nachdem der Boden entfernt wurde, auf zwei kleine Tischen oder Kisten, oder in ein Gestell setzen (welche selbstverständlich auch in der Waage stehen sollten) und dann die Federn von unten einstellen.

Senkrechter Stand des Abtastdiamenten in der Plattenrille / verfolgender Winkel (Voreinstellung)

Dazu sollte man überprüfen, ob der Tonarm und damit der Tonabnehmer von der Oberseite parallel ist zur aufliegenden LP.
Die meisten Hersteller der Tonabnehmer tragen Sorge, die Diamantspitze und den Nadelträger auf so eine Weise zu montieren, das der Diamant im verfolgenden Winkel (also von der Seite betrachtet) bei der Parallelität Platte und Tonarm senkrecht in der Rille steht. Dies ist dann bei einem VTA-Winkel von 20° gegeben.
Die letzte Änderung vom VTA wird später gemacht werden, nachdem Sie das Azimut eingestellt haben, und downforce und Vorurteil sind genau gesetzt worden.

Azimuth-Einstellung des Tonabnehmers

Überprüfen Sie jetzt den von der Front gesehenen Tonabnehmer.
Es sollte zur Plattenrille senkrecht zu dieser stehen. Dies können sie leicht mit einem kleinen Spiegel überprüfen (Thorens lieferte diesen übrigens serienmäßig mit aus). Die Lienen des Tonabnehmers sollten sich im Spiegel ohne Knick fortsetzen.
Wenn Sie eine billige Ersatznadel benutzen, sollten sie Zusetzlich den korekten senkrechten Sitz der Nadel zur Plattenrille mittels einer 25-fach Lupe überprüfen.

Üperprüfen des Spurwinkelfehlers

Während des Schneidevorgangs der Lackfolie (von der die Matrize gemacht wird), fährt der Schneidsticchel im rechten Winkel zur Plattenrille von außen zum inneren der Platte. D.h. Der Schneidstichel fährt latteral von außen nach innen.
Diese Bewegung kann von einem tangentialen Tonearm imitiert werden. Die meisten Tonarme sind nicht tangential sondern Drehtonarme. D.h. Tonabnehmer bewegt sich auf einer Kreisbahn.

Das Ergebnis ist, das während des Abspielvorgangs, das sich der Spur-Winkel sich zur Plattenrille verändert. Der Diamant Tonabnehmers ahmt also den ursprünglich vom Schneidstichel gemachten Pfad nicht vollständig nach.

Das Benutzen eines Drehtonarmes ergibt praktisch einen verfolgenden Fehler (Spurwinkelfehler), der in einen Zeitunterschied zwischen den Signalen der Linke resultiert, bei jedem Beispiel und direkt messbar, in einige Millisekunden Zeitunterschied zwischen den Kanälen.
Deshalb ist es notwendig, den Tonabnehmer in so eine Weise auf Arm zu montieren, daß Spurwinkelfehler zu einem absoluten Minimum behalten wird.

Die Ausrichtung Tonabnehmers und Arms muss in Übereinstimmung mit den technischen genauen Angabe gegeben vom Hersteller des Tonarm am Arm gemacht werden: Länge, wirksame Länge, Überhang und Offsetwinkel, (Winkel von Headshell in Verhältnis zum Arm). Diese Daten machen es möglich, die korrekte Position des Armes auf dem Faufwerk zu bestimmen, falls Sie einer Motoreinheit einen Arm hinzufügen.
Der Überhang ist die Entfernung zwischen Nadelspitze und Zentrum des Plattentellerlagers. Dies kann gesehen werden, wenn der TA über die Spindel gesetzt wird, wenn der Arm dieses erlaubt. Die effektive Länge ist die Entfernung zwischen Drehpunkt des Arm und dem Diamanten.

Viel Forschung ist gemacht worden, und in vielen Artikeln ist geschrieben worden, wie der seitliche Winkel zum Maximum zu minimieren ist. Sie entscheiden sich vielleicht für sich, wenn Sie die geringste Verzerrung in den inneren Furchen wollen, also nah dem Aufkleber, die aber die meisten Verzerrung im allgemeinen liefert oder den TA auf so eine Weise angleicht, daß null Verzerrung bei Entfernungen von 63 mm und 120 mm erreicht wird. Sie können sich einem Winkelmesser zeichnen. Genauere Einstelungen erreichen sie aber, die Verzerrungen betreffend, wenn sie sich nach den Nulldurchgängen der Tonarmhersteller richten.
Eine Reihe von Angaben finden sie hier:
Http://www.aaanalog.de/forum/dateien/AAA_Tonarm_Daten.pdf

Weiterhin ist es auch relevant, ob sie überwiegend Singles, Lps oder Audiophile Pressungen (weiter in den Innenbereich geschnitten) hören.

Bei der Einstellung nach IEC setzen Sie den TA, von der Mitte aus gemessen, mit dem Diamanten genau bei 120.9 mm auf die Schablone. Der Körper des TA sollte zu dieser Linie parallel sein. Nun setzen sie den TA bei 66.04 mm ab, der Diamant muss wiederum genau auf den Punkt gesetzt werden, wo sich die Linien kreuzen. Um dieses zu machen, werden sie den Plattenteller ein wenig von Hand drehen müssen. Auch an diesem Punkt sollte der TA-Körper wieder parallel zur Linie sein, wenn der Diamant über die Stelle gesetzt wird.
Sie müssen den Arm und den TA auf so eine Weise einstellen, das bei beiden Schnittstellen parallel zu der Schnittlinie ist.
Nur so stellen sie sicher, dass die Konfiguration genau ist.
Hierzu ist es hilfreich eine dünne Bleistiftmine an das Tonabnehmergehäuse zu befestigen.

Die oben erwähnte Schablone ermöglicht Ihnen, den Fehler des Seitlichen verfolgenden Winkels bei jeder Position des Armes zu überprüfen. Sie können beim kleinen Kreis beginnen. Kümmern Sie sich darum, daß die Front der Patrone zur Linie parallel ist, markierte 0°. Danach können Sie an verschiedene Punkte überprüfen und das sehen, was der Fehler ist,: + oder - einer oder mehr Grade. Sie können diese Zeichnung ausdrucken, in dem sie sie so vergrößern, dass die Entfernung zwischen Ein und B ist 15 cm.

Sollte die Geometrie des Tonarms nicht optimal sein, kann es in bestimmten Fällen notwendig sein, den TA in dem Headshell ein kleines zu verdrehen.
Dieses meint, daß Sie den seitlichen verfolgenden Winkel verändern und möglicherweise die Geometrie des Armes so optimieren. --- Dies kann aber nur gemacht werden, wenn das Headshell Schlitze hat.

Es somit möglich den Spurwinkelfehler eines Tonarms zu optimieren.

Wenn das Headshell keine Schlitze hat, können Sie sich diese machen oder wenn Sie sie nicht geschickt sind, kann man sich ein Headshell mit Langlöchern besorgen.


__________________
Thorens TD 520 - Dynavector DV 505 - DV 23 RS - Denon DL 103 / TD 126 MK IV - Elac 796 HSP - TMC 63 / TD 524 - Elac 896 H24 / TD 124 / TD 126 MK III - SME 3009 III - Elac 796 H30 / Luxman PD 300 - Mikro Seiki CF-1 - Elac 796 H30
Telefunken M 15/20 - Tandberg TD 20 A HS 2Sp + LS 4SP / 10XD



23.03.2005, 00:20
Jürgen Heiliger
Unwissender


Dabei seit: November 2003
Geschlecht:
Herkunft: Rheinbach
Beiträge: 1192

Auflagegewicht

Nun stellen sie das Auflagegewicht entsprechend des Herstellerangaben ein.
Dazu ist erst einmal nötig den Tonarm auszubalancieren, d.h. in den Schwebezustand zu bringen. Dies geschieht meist durch Verdrehen oder verschieben des Gegengewichtes. Anstrebenswert ist es auch hier, dass der Tonarm parallel zur Platte „schwebt".
Nun wird die Auflagekraft entsprechend der Hinweise von Tonabnehmerhersteller eingestellt. Ratsam ist es sich im oberen drittel der Herstellerempfehlung zu bewegen.
Benutzen Sie nie eine Auflagekraft die zu gering ist, sie ist schädlicher wie eine gering zu hoch eingestellte Auflagekraft.
Genauer wird die Einstellung der Auflagekraft per Waage.
Weiterhin können sie die Auflagekraft mit einer dementsprechenden Messplatte durchführen. Es gehört einiges an Erfahrung, dee optimale Auflagekraft zu finden.
Die Auflagekraftangabe mit den von den Herstellern angegebenen Werten ist in der Regel ein Annäherungswert.

Notiz: Wenn Sie keinen vom Hersteller des TAs angebotenen originalen Diamanten benutzen, können Sie sich nicht auf die genauen Angabe des TA verlassen. Billigere Ersatznadeln (hier können die Schliffe nicht korrekt sein o.ä.) Lassen sich nicht klanglich nit den Orginalen vergleichen. Diese ändern die Ausführung des TA, Fügsamkeit und das Verfolgen der Plattenrille und die Fähigkeit Auflösung und Dynamik in der Musikwiedergabe.
In diesem Fall müssen Sie die beste Auflagekraft selber finden.

Antiskatingkrafteinstellung

Dazu sollte man auch nun etwas weiter ausholen.
Was ist eigentlich die Skatingkraft und wodurch wird sie beeinflusst. Durch die Bewegung des Plattentellers und der Rillenmodulation der Platte und der Preisbahn auf der sich ein Drehtonarm sich befindet entsteht eine Kraft die den Tonarm in Richtung Plattentellermitte zieht, die man Skatingkraft nennt. Mit der Antiskatingkraft wirkt man dieser entgegen.
Man liest vielfach, man nehme die Antiskatingkraft gleich der Auflagekraft, und stelle sie entsprechend, ob man nass oder trocken seine Platten abspielt, ein. Und überprüfe diesen Wert bei einer Messschallplatte, die ein entsprechendes Messfeld besitzt.

Dies kann so nicht stehen bleiben.

Denn diese Prüffelder haben keinerlei Rillenmodulation, d.h. sie haben eine völlig glatte Oberfläche und befinden sich je nach Hersteller der Platte an unterschiedlichen Stellen auf der Platte.
Weiterhin ist die Skatingkraft eine Kraft die sich kontunuierlich verändert, dem Entsprechend kann die Antiskating nur angenähert werden. Auch zu berücksichtigen ist das für die Skatingkraft noch zwei weitere entscheidende Faktoren eine große Rolle spielen. 1. Die Rillenmodulation, 2. die Stellung des Tonarms auf der Platte und 3. (gering) der Nadelschliff des Tonabnehmers.

Als gute Möglichkeit habe ich für mich heraus gefunden die Antiskatingkraft mit dem Prüffeld der Tiefenabtastfähigkeit ein zu stellen. Als Frequenz wird hier meist 300 Hz genommen und das Signal wird mit immer größerer Auslenkung (Pegel) in die Rille geschnitten. Bei "falsch" eingestellter Antiskating werden die Verzerrungen nie gleichzeitig hörbar, immer zuerst nur auf einem Kanal. Der andere Kanal verzerrt erst bei der nächsten oder übernächsten Pegelstufe. Über den Kopfhörer abgehört erkennnt (hört) man sehr schnell auf welchem Kanal die Verzerrungen eher anfangen. Nun also die Antiskating solange verändert bis die Verzerrungen auf beiden Kanälen gleich schnell anfangen.
Mit dieser Methode hat man zumindestens alle Faktoren berücksichtigt die sich während des Abspielens nicht mehr verändern. Wenn sich nun dieses Prüffeld noch im Bereich des Nulldurchgangs des Tonarms befindet hat man zumindestens auch die Sicherheit, das die Antiskatingkraft entsprechend des Spurwinkelfehlers sich verhält.

Erst ein mit der richtigen Auflagekraft und Antiskatingkraft eingestellter Tonabnehmer wird einem sauberen Stereo Bild und geringsten Verzerrung belohnen.


Nochmalige Überprüfung des VTA-Winkels des Tonabnemers.

Nachdem die Auflagekraft und die Antiskating sorgfältig gesetzt worden sind, sollte der VTA nochmals überprüft werden.
Es gibt einige Hersteller, die einen genauen VTA von 20 Grad garantieren, als große Ausnahme gilt die Shure V 15 Baureihe, die einen VTA von 15 ° besitzt.
Aber was versteht man eigentlich unter dem VTA.
Es ist damit der Winkel des Nadellagers zur Tonabnehmergehäuse-Oberseite gemeint, und nicht der Winkel des Nadeleinschubs zur Plattenoberfläche. Diese kann von Tonabnehmerhersteller gewollt anders sein.
Entscheident ist der Senkrechte Sitz des Diamanten zur Plattenoberfläche im abgesenktem Zustand.
Notiz: Es kann ein nicht korekter Sitz des Diamanten damit nicht ausgeglichen werden, bzw. es ist nicht sinnvoll.

Trotzdem ist es sehr wichtig, den korrekten VTA zu setzen, wenn Sie einen ausgeglichenen Klang mit feinzeichnenden Höhen, Detailreichtum und Präzision erreichen wollen.
Ein Herunterlassen oder Erhöhen des Arms beim Drehpunkt wird zu einem „Einrasten" des Klangbildes führen.
Besonders bei scharfen Schliffen, wie z.B. v.d. Hul oder Microridge ist der korrekte VTA besonders wichtig.
Auch bedenken sie, das zwischen einer billigen Pressung und einer Audiophilen Pressung bis zu 1,5 mm Dickenunterschied sind, und somit sich der VTA sich auch wieder verändert.

WÄHLEN SIE DEN VTA MIT DEM SIE ALLE PLATTEN ABHÖHREN ALS MITTELWEG


morgen geht's weiter

viel Spaß beim Lesen

Gruß
Jürgen



 

 

 

As a hobbyist and collector I offer to clean records for other collectors.
Als hobbyist en verzamelaar maak ik platen schoon voor andere verzamelaars.
My Keith Monks Record Cleaning Machine has cleaned over 20.000 records. That is more than 40.000 sides.